Seitenblick Verlag Leseprobe aus »Schlaflose Sehnsucht« »Komm nicht hierher!« Nicht in sein Büro. So sagt er, denn: »Es könnte dich doch wer sehen.« (Umgotteswillen...) In diesem signalroten Lackmini mit dem durchgehenden Reißverschluß über der engen Rosette (die er innig aufreißend besonders liebt in letzter Zeit). »Nuttenoutfit!« lacht er oft und laut. »Das finde ich geil.« Zur Pflicht hat er ihr Garderobe wie diese gemacht – sie zeigt so trefflich ihre stete Verfügbarkeit. Immerzu soll sie es fühlen, immerzu soll man es sehen, was sie ist. Ihre wahre Natur, die einzig passende Existenzform für eine wie sie. Masosklavin, total perverse, versaute – 100% Eigentum. »Das mußt du fühlen! Das muß man sehen auf den ersten Blick schon!« Oft apostuliert er es. Mit Verve (derweil sie gelangweilt Schmetterlinge aufspießt mit den scharfen Lacknadeln ihrer Stilettoabsätze). Er liebt sie »so nuttig grell aufgemacht – anders will ich dich nie mehr sehen!« Jedoch: »Komm nicht hierher!« Nicht so, um Himmels Willen... »Nicht so deutlich aufgemacht! Wenn dich ein Kollege sieht...« Das heute muß eine Ausnahme bleiben. Er ist ihr ernstlich böse. Doch ficken wird er sie dann trotzdem. Nur zu gerne. Bei zweifach verschlossener Tür. Verstohlen das ihm über dem Schreibtisch dargebotene, rasierte Heiligtum sakrilierend wie ein von Höllensünden versuchter Pater im muffigen Dunkel des Beichtstuhles. Weil auch Ausnahmen so willig und feucht sind, so süß und lüstern, wie immer, wie auf Befehl schon wieder triefen. Er stöhnt verhalten – läßt sich dann gehen. (So glücklich...) »Geiles Luder! Wärst du hauptberuflich Hure, oh, ich verdiente ein Vermögen mit dir!« so lacht er leise. Und füllt sie aus, ein-dringlich, mit seinem harten Besitzerstolz. »Komm nicht mehr hierher.« Sagt er dann wieder. Nachdem er auch ihr Engstes genommen hat – gründlich, wie immer. Die Heimlichkeit erregt ihn, macht ihn prall und heiß. Ihren Kopf reißt er zurück an den Haaren, bis sie stöhnt. Und sich sehr mühen muß, nicht aufzuschreien, als er mit heftigen Stößen seinen Saft in sie treibt, machtvoll und heiß. »Ich möchte nicht, daß jemand dich hier sieht«, sagt er dann wieder. »Es könnten Rückschlüsse auf mich gezogen werden. Komm nicht hierher.« Sein Sperma läuft ihr dünnflüssig aus dem Arsch, als sie das rahmweiße Gebäude verläßt wenig später. Durch bunte Schwaden unbekümmerten Geschwätzes der jungen Leute auf den Gängen. Sie fühlt sich leer. Seltsam besudelt auch, weit über die Zunge hinaus, mit der sie ihn gesäubert hat wie immer. Sie fühlt sich schmutzig – denn dort droben am Fenster ist niemand, der ihr nachsieht. Niemand, der winkt. Fröhlich wie ein heimlicher Komplize. Nur dunkle Fenster statt dessen. Der Titel ist im Onlinehandel nicht immer verfügbar. Sie können ihn aber jederzeit über eine Buchhandlung bestellen oder bei uns direkt anfragen, telefonisch, per Fax oder formloser Mail.