Seitenblick Verlag
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Toni Caña
Im Bann des roten Hinterns
Eine Kritik des praktischen und reinen Spankens
Gibt es etwas Schöneres, als von der Hand der Liebsten geweckt zu werden, indem sie zärtlich den Saum
deines Nachthemdes über deine Pobacken schiebt und dir dabei ins Ohr flüstert: „Wenn du dich umdrehst,
kann ich dir deinen süßen Arsch versohlen.“ Und natürlich drehst du dich um und empfängst sehnsüchtig den
ersten Hieb der Klatsche, die auf deinen Hintern niedergeht. Das klatschende Geräusch und der angenehme
Schmerz verschmelzen zu einer Einheit, die dich nicht nur sexuell erregt, sondern zugleich ein Glücksgefühl
in dir aufsteigen lässt, das fast unbeschreiblich ist. Du genießt den Schlag mit allen Fasern deines Körpers
und freust dich schon auf den nächsten. Dein Arsch wird heiß und rot, du streckst ihn begierig der Klatsche
entgegen. Dein Körper vibriert. Spätestens beim Wechsel des Schlaginstruments bringt dich der Rohrstock
zur Ekstase. Du stöhnst und schreist vor Glück. Es ist ein Gesamtkunstwerk dieses Arschversohlen, oder
englisch ausgedrückt: Spanking.
Es entzieht sich fast der Sprache oder der Kritik, wie es im Untertitel heißt. Wobei ich das Wort „Kritik“ im
besten Sinne Kants verwende, nämlich als radikale Analyse, die keine Vorurteile oder
Selbstverständlichkeiten zulässt. Nichts ist so, weil es einfach so ist. Alles hat seinen Grund. Die Gründe
können komplex sein, verschachtelt, vielschichtig, subjektiv, objektiv etc. Sie offen zu legen, ist die Absicht
dieses Textes.
Ganzer Text (34 S.) als PDF: